Artenhilfsprogramm Wechselkröte

Die Wechselkröte (Bufo viridis)

Steckbrief

Merkmale

Lebensweise

Lebensraum

Verbreitung

Gefährdung

Schutz und Hilfe

Das Artenhilfsprogramm Wechselkröte

Downloads (pdf):

Studien:
  
Vorkommen in München Ost
   Vorkommen in München West
   Vorkommen im Landkreis München

Flyer:

   Scharf auf die Kiesgrube - Die Wechselkröte

Zeitschrift:
   NaturschutzReport
 

Kontakt        

Die Wechselkröte ist eine typische Münchnerin. Sie mag es gerne warm, und die Münchner Schotterebene mit ihren kargen Kiesflächen und der ungezähmten Isar bot einen idealen Lebensraum. Mittlerweile ist die Art in Bayern vom Aussterben bedroht und auch im Münchner Raum, wo einst eines der größten Vorkommen Deutsch-lands zu finden war, ist sie stark zurückgegangen. 2009 wurde der LBV München von der Regierung von Ober-bayern beauftragt, sich im Rahmen des BayernNetz Natur um den Schutz der Wechselkröte zu kümmern.  

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LBV verleiht erstmals Auszeichnung „Amphibienfreundlicher Betrieb

Am 13.5.2011 verliehen wir erstmalig die Auszeichnung „Amphibienfreundlicher Betrieb“. Mit einer eigenen Plakette und Urkunde wurden das Kieswerk Obermayr, die Münchner Kiesunion, die städtischen Güter München sowie das Kieswerk Riebel ausgezeichnet. Alle vier Betriebe haben in den letzten Jahren vorbildlich gezeigt, dass Amphibienschutz und die erfolgreiche Führung eines Wirtschaftsbetriebes sich nicht widersprechen.

Die Auszeichnung wurde vor den Teilnehmern des Symposiums zur Biologie und zum Schutz der Wechselkröte verliehen. Dort diskutierten Vertreter der Naturschutzbehörden, Landschaftsplaner, Amphibienexperten und Naturschützer wie sich die in Bayern vom Aussterben bedrohte Wechselkröte langfristig für Bayerns Tierwelt erhalten lässt. Innovative Unternehmen, die mit dem Naturschutz kooperieren, wurden dabei allgemein als wichtiges Zukunftsmodell angesehen. So wurde die Verleihung der Auszeichnung „Amphibienfreundlicher Betrieb“ vom Auditorium mit großem Beifall aufgenommen. Dr. Sedlmeier, der die Auszeichnung vornahm, sprach davon, „dass der Amphibienschutz mit der wegweisenden Unterstützung durch die ausgezeichneten Unternehmen endlich einmal optimistisch in die Zukunft blicken könne“.

  • Preisträger waren die Kiesgrube Obermayr aus München-Riem (Ottendichler Str. 30), mit der der LBV seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Gemeinsam wurden mehrere Verfahren entwickelt, wie sich die Ansprüche der Wechselkröte in den Betriebsablauf eines Kieswerks einbinden lassen. „Heute beherbergt das Kieswerk Obermayr eines der größten Wechselkrötenvorkommen in Bayern“, stellte Dr. Heinz Sedlmeier fest.

  • Die Stadtgüter München (Freisinger Landstr. 153) ermöglichten dem LBV Aktionen zum Schutz der Wechsel­kröte auf ihren Rekultivierungsflächen. Hier konnten Methoden getestet werden, wie sich die Tiere während Baumaßnahmen vor Schaden bewahren ließen.

  • Mit der Münchner Kies Union aus Eching (Am Fretz 1) wurde eine Kiesgrube geehrt, die ein eigenes ökologisches Betriebskonzept erarbeitet hat, welches nicht nur den im Betrieb ansässigen Amphibien, sondern auch anderen Kies bewohnenden Arten, wie dem Flussregenpfeifer, zugute kommt.

  • Mit dem Kieswerk Riebel in München-Allach (Paul-Ehrlich-Weg 130) wurde ein Betrieb ausge­zeichnet, der sich um den Schutz der Wechselkröte besonders verdient gemacht hat. Hier wurden durch großes Eigenengagement mehrere Laichgewässer angelegt.

Die Vertreter der „Amphibienfreundlichen Betriebe“, die den Preis entgegen nahmen sagten dem LBV auch für die Zukunft eine intensive Zusammenarbeit zugunsten der Amphibien im Raum München zu.

Dr. Heinz Sedlmeier,
Leiter der Geschäftsstelle München

Weitere Informationen über die LBV Kreisgruppe München (mehr)