Projekte: Artenschutz an Gebäuden
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Artenschutz an Gebäuden ist erfolgreich Seit 2005 betreut die LBV-Kreisgruppe München im Rahmen des Projekts Artenschutz an Gebäuden Bau- und Sanierungsmaßnahmen in München, an denen Quartiere von Gebäude brütenden Vogelarten liegen. Im Rahmen der Beratung und Betreuung werden die Quartiere geortet, erhaltende Maßnahmen oder Ersatzmaßnahmen besprochen und die korrekte Ausführung überwacht. Gleichzeitig wird über Öffentlichkeitsarbeit versucht, die Neuschaffung von Quartieren im Zuge von Neubaumaßnahmen anzuregen. An 225 Gebäuden konnten so in den letzten Jahren viele Quartiere erhalten, artgerecht ersetzt oder neu geschaffen werden.
Doch was bisher nicht stattfand, war eine Erfolgsprüfung. Nehmen die verschiedenen Arten neue, ersetzte oder erhaltene Quartiere (wieder) an? Welche Arten sind in welcher Anzahl betroffen? Gibt es Lösungen, die besonders erfolgreich sind? Diesen Fragen begannen wir heuer auf den Grund zu gehen. Die Möglichkeit bot sich im Rahmen von zwei Förderprojekten. Dank der |
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Fördermittel des Referates für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München konnten erste der seit 2005 betreuten Maßnahmen für Mauersegler, Spatz & Co. genauer untersucht werden. Die Ergebnisse können zwar noch nicht verallgemeinert werden, dazu ist die Anzahl der Vergleichsobjekte noch zu gering. Aber sie zeigen bereits jetzt die Richtung auf, die die Beratung zum Artenschutz an Gebäuden in Zukunft nehmen wird. |
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Erste Ergebnisse – so erfolgreich sind unsere Maßnahmen Untersucht wurden in den beiden Förderprojekten insgesamt 61 Objekte, also Gebäude, an denen Maßnahmen zum Erhalt oder Ersatz von Gebäudebrüterquartieren vorgenommen worden waren oder an denen neue Quartiere geschaffen wurden. Hauptsächlich wurden Objekte untersucht, bei denen Mauersegler betroffen waren. Die Vogelart hat in München einen Verbreitungsschwerpunkt und fällt leider besonders häufig Bau- und Sanierungsmaßnahmen zum Opfer. Gleichzeitig gelten Mauersegler aufgrund ihrer extrem ausgeprägten Ortstreue als schwer umzusiedelnde Gebäudebrüter. Diagramm 1 zeigt, wie sich die Arten auf die untersuchten Gebäude verteilen. Es gibt auch Gebäude, an denen mehrere Arten beteiligt waren. Deshalb ergibt die Gesamtzahl aller Arten mehr als 61. |
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Was uns aber am Meisten interessiert: Wie groß sind die Erfolgschancen wenn wir uns für den Erhalt oder Ersatz der Brutplätze oder für neue Quartiere einsetzen. Diagramm 2 zeigt den Annahmeerfolg der jeweiligen Maßnahme in Prozent. |
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Man erkennt bereits bei diesen 61 ausgewerteten Fällen: Nichts ist so gut wie das ursprüngliche Quartier. Hier liegt eine Erfolgsquote von fast 76% vor. Bei der Betreuung solcher Brutplätze konnte erreicht werden, dass sie ohne oder mit nur geringen Veränderungen nach der erfolgten Sanierung wieder zur Verfügung standen. Bei den Ersatzquartieren zeigt sich ein Wiederannahmeerfolg von immerhin 66 %. Hier waren Veränderungen nötig, z. B. eine andere Lage am Haus oder eine andere Einflugsituation. Die neu geschaffenen Brutplätze sind dagegen (noch) nicht so erfolgreich (31%). Offensichtlich braucht es einen langen Atem, bis sie entdeckt und besiedelt werden. Was können wir noch besser machen? Diese erste Auswertung beobachteter Objekte gibt bereits eine Richtung vor. Im Rahmen der Beratung bei Bau- und Sanierungsobjekten sollte wo immer möglich der Erhalt von Brutplätzen angestrebt werden. Nur wo dies nicht möglich ist, muss Ersatz gefunden werden. Auch die Ersatzmaßnahmen sollten soweit möglich die frühere Situation der Quartiere nachempfinden. Auch wenn neu geschaffene Quartiere (noch) nicht denselben hohen Stellenwert für den Erhalt der stadtrelevanten Gebäudebrüterarten zeigen: Nutzlos sind sie nicht. Sie tragen zur Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Quartiere und damit langfristig auch zum Erhalt der Gebäudebrüterpopulation in München bei. Sylvia Weber, Projektleiterin Artenschutz an Gebäuden |